Wissenswertes zum Thema Gesundheit – Ballaststoffe

Der Name Ballaststoffe stammt aus dem 19.Jahrhundert, als man meinte, die unverdaulichen, meist pflanzlichen Verbindungen seien für den menschlichen Körper unnütz – eben Ballast. Ballaststoffe sind Kohlenhydrate pflanzlicher Herkunft, die von den Verdauungssekreten im Dünndarm nicht gespalten werden können und dadurch in den Dickdarm gelangen. Genau dort gehen sie mit dem „Schwammeffekt“ ihre Arbeit nach. Das heisst sie binden Wasser im Darm, und durch diese Flüssigheitsaufnahme wird das Volumen des Darminhalts um ein Mehrfaches vergrössert. Die natürliche Darmbewegung (Peristaltik) wird dadurch in Gang gehalten und die Verweildauer des Speisebreis im Darm verkürzt. So wird der Obstipation (Verstopfung) vorgebeugt, die ein wichtiger Risikofaktor der Divertikelbildung ist. Zum Teil können einzelne Ballaststoffe, wie das Pektin, bis zur hundertfachen Menge ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Bei geringer Zufuhr an Ballaststoffen fehlt die Peristaltik und es entsteht ein Druck auf die Darmwand, die sich dann an ihren Schwachstellen ausbeult, sodass viele kleine Ausstülpungen (Divertikel) entstehen, die sich entzünden können. Eine tägliche Zufuhr an Ballaststoffen ist daher für die Darmgesundheit von grosser Wichtigkeit.

Ein Peeling für die Darmschleimhäute – so wirken Ballaststoffe. Der Peelingeffekt entsteht durch das Abschürfen der Darmzellen von der Darmschleimhaut. Dieses sanfte Abschmirgeln von oberflächlichen Zellen erhöht die gesunde Schleimproduktion und bewirkt, dass Schutz- und Reparaturprozesse im Bereich der Darmschleimhäute optimal funktionieren.

Ballaststoffe haben einen Präbiotika-Effekt. Damit ist gemeint, dass sie den Dickdarmbakterien als Nahrungsquelle dienen. Die zahlreichen unterschiedlichen Bakterienkulturen im Darm werden als Darmflora bezeichnet. Wenn die Bakterienstämme nicht im Verhältnis („gute+schlechte“) zueinander stehen, entsteht Gärung und Toxine werden gebildet, die die Darmwand durchdringen und in den Organismus aufgenommen werden. Man nennt dies eine Dysbiose (Störung der Darmflora), die einer Behandlung bedarf. Eine Darmflorastörung kann der Ursprung zahlreicher chronischer Erkrankungen und der Anfang einer Lebensmittelunverträglichkeit sein, die sich mit den Jahren auf mehrere Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln, wie Laktrose, Fruktose, Gluten oder nur Weizen ausweiten können. Eine gesunde Darmflora bildet ein Schutzschild gegen krankmachende Keime, die sich dann nicht im Darm ansiedeln und somit auch nicht ins Körperinnere gelangen können. Die Darmflora ist damit unser wichtigstes Immunsystem. Auch Darmbakterien tragen entscheidend zur Beweglichkeit des Nahrungsbreis im Darm bei und durch sie wird die Aufnahme von Vitamin B1,B2,B6,B12 und Vitamin K möglich.

Die besten Ballaststoffe sind Vollkorngetreide, Obst, Gemüse, Pektin, Flohsamen, Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl und der Inhaltsstoff Raffinose in Hülsenfrüchte, wie Bohnen und Erbsen. Ballaststoffe sorgen nicht nur für eine gute Darmflora, sondern schützen auch Leber und Niere und senken das Diabetes- und Krebsrisiko. Zu den Quellmitteln zählen die Flohsamen(schalen), das Agar-Agar und das Johannisbrotkernmehl. Nach Einnahme dieser Quellmittel muss immer viel getrunken werden. Das Dinkelkorn im Ganzen gekocht oder in Form von Flocken leicht aufgekocht als Frühstücksmüsli, gemahlen als Vollkornmehl zum Backen ihres Brotes oder auch die Mehlspeise wie der Pfannkuchen, ganz fein geschrotet zum Eindicken von Sossen und Suppen oder in verarbeiteter Form als Pasta. Eine Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung bedarf einer Gewöhnungszeit. Der Verdauungstrakt muss sich an die faserreiche Kost gewöhnen. Deshalb sollten Sie es langsam angehen. Vielleicht mit einer Basenkur in der Stille El HIERRO’s, die Ihnen den Einstieg und die entsprechende Hilfe bietet für eine Umstellung in eine gesundheitsbewusste Ernährung, ohne Süss- oder Heisshungergefühl und mit viel Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele.

Ihr Wohlbefinden ist uns wichtig !

Herzlichst Ihre Kurleitung

Heike + Christian Maurer

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